Bubble Tea ist böse

Normalerweise äußere ich mich ja nicht zu politischen Themen, da ich eh meine eigene Meinung habe. Doch da es sich um das in der Szene sehr beliebte Modegetränk Bubble Tea handelt, kam ich nicht umhin, doch ein paar Zeilen zu verfassen.

Auch ich habe es schon probiert und ja, für kleine Kinder ist es wohl nicht geeignet, da diese sich an den Bubbles verschlucken könnten.

Jedem ist auch sicher durchaus bekannt, dass Bubble Teas nicht gerade Schlankmacher sind und durchaus mehr Zucker enthalten können, als ein anderes sehr bekanntes Getränk aus Amerika.

Doch das nicht nur in den Zeitungen und im Fernsehen das ominöse Sommerloch ein Mal im Jahr vorherrscht, sondern scheinbar auch im Bundestag, zeigt die neueste Entwicklung.

Nun prüfen die Grünen mittels einer kleinen Anfrage im Bundestag, inwiefern man Bubble Tea bei der Kampagne zur Bekämpfung von Übergewicht bei Kindern einbringen kann und ob die Kennzeichnungspflichten im Zuge des Verbraucherschutz als ausreichend anzusehen sind.

Insgesammt umfasst das Schreiben 35 Fragen, von denen die eine, oder andere zwar durchaus berechtigt scheint, doch im Gesamtbild scheint es eher so, dass man das neue Modegetränk lieber wieder in der Versenkung verschwinden sieht.

Mal ein paar Beispiele;

1. Seit wann wird nach Kenntnis der Bundesregierung Bubble Tea in Deutschland verkauft, und wie hat sich der Absatz seit der Markteinführung entwickelt?

Na da werden sich die Marktforschungs Dienstleister aber freuen, da kommen wieder Aufträge auf diese zu, um die Werte zu ermitteln. Ich persönlich glaube ja nicht, dass irgendwo Statistiken existieren.

13. Plant die Bundesregierung, angesichts der Forderungen von Kinder- und Jugendärzten, das Anbringen von Warnhinweisen hinsichtlich verschluckbarer Kleinteile verpflichtend vorzuschreiben?

Gut gedacht, aber ein Schritt in die falsche Richtung! Ein Aufdruck, oder genreller Hinweis in den Verkaufsstellen, dass Kinder sich an den Bubbles Verschlucken können, wird diese nicht davor schützen, wenn der große Bruder/Schwester oder die Eltern dem Kind das Getränk kaufen. Ist zumindest meine Meinung.

15. Sind nach Kenntnis der Bundesregierung alkoholhaltige Bubble Teas auf dem Markt?

Also wenn das der Fall ist, will ich aber auch wissen, wo es diese gibt.

26. Welchen Anteil an der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Höchstmenge der täglichen Zuckeraufnahme eines 12-jährigen Mädchens deckt nach Kenntnis der Bundesregierung eine Portion (0,5 l) Bubble Tea im Durchschnitt?

Öhm, wieso nur Mädchen? Es sollten die Werte von Jungs und Mädchen berücksichtigt werden, sonst sehe ich in dieser Frage keinen Sinn.

30. Inwiefern sieht die Bundesregierung die ernährungspolitischen Ziele zur Reduktion von Übergewicht und Adipositas durch den zunehmenden Verzehr von Bubble Tea gefährdet?

Macht zwar Sinn, aber ein politisches Ziel von einem Produkt abhängig machen, sehe ich als sehr weit hergeholt an.

Die einzigen Fragen, die ich als wirklich sinnvoll sehe, sind die des Entsorgungsproblems.

Es gab mal einen Bericht im Fernsehen, dass einige Kommunen an Brennpunkten (in der Nähe der Verkaufsstellen) ein echtes Problem damit hatten, dass Leute die Becher einfach auf den Boden warfen, anstatt diese in die Abfallbehälter zu entsorgen.

Doch da kann man auch nur an den gesunden Menschenverstand appelieren und sollte so etwas nicht im Bundestag ausdiskutieren.

Aber macht euch einfach mal selber ein Bild und lest euch das Schreiben durch.

Ach ja. Wußtet ihr eigentlich, dass Pommes agressiv machen können?

Erstellt am: 3. August 2012