Japan – Ein Jahr danach

Es geschah auf dem Tag genau vor einem Jahr, als über Japan ein Erdbeben und eine Welle der Zerstörung hereinbrach und nicht nur das Land, sondern die ganze Welt erschütterte.

Doch der Welle der Zerstörung folgte eine Welle der Hilfsbereitschaft und viele Länder schickten Geld- und Sachspenden, damit den Betroffenen geholfen werden konnte, die durch die Katastrophe nur noch die Habe hatte, welche sie am Leib trugen.

Ein Jahr danach ist der Schutt zwar großteils beseitigt, doch der Wiederaufbau wird noch Jahrzehnte dauern, befürchte ich.

Offizielle Zahlen gehen von 19,000 Toten aus, doch man kann davon ausgehen, dass die Zahl wohl höher liegen dürfte.

Auch wird die Lage in Fukushima, wo die Atomreaktoren durch die ausgefallenen Kühlwasserpumpen und dem daraus resultierendem GAU undicht wurden, zwar nicht mehr als kritisch eingestuft, doch nach dem was jüngst zu Tage kam, ist diese Aussage mit mehr als nur Vorsicht zu genießen.

Im Gegenteil.

Wie jetzt in verschiedenen Dokumentarbeiträgen Deutscher Fernsehsender zu sehen war, soll der Betreiber TEPCO nicht nur in den Tagen nach der Katastrophe versucht haben die Wahrheit zu vertuschen, sondern seit der Inbetriebnahme der Atomanlage und auch hierbei immer wieder Prüfberichte fälschen lassen.

Und das alle mit dem Segen der Politik, die kräftig durch die Atomlobby Japans geschmiert wurde, was mittlerweile auch kein Geheimnis mehr ist.

Zudem hat man festgestellt, dass wenn die Gebäude des Kraftwerks nochmals von einem schweren Erdbeben getroffen werden und die Becken der Brennstäbe zusammenbrechen, die Brennstäbe dann „blank“ liegen und die Gegend so dermaßen verstrahlt wird, dass alles im näheren Umkreis in kurzer Zeit der Verstrahlung zum Opfer fallen und der Landstrich vermutlich Jahrzehnte, wenn nicht sogar für Jahretausende unbewohnbar wird, da die dann freigesetzten Radioaktiven Stoffe, wie zum Beispiel Plutonium 239 (Halbwertzeit ca. 24.000 Jahre), oder Caesium 137 (Halbwertzeit ca. 30 Jahre) eine deutlich höhere Halbwertzeit haben, als das bisher „angeblich nur“ freigesetzte Iod131 mit nur 8 Tagen.

Erstellt am: 11. März 2012